| Kredit
Finanzierung
Unter dem betriebswirtschaftlichen
Aspekt der Finanzierung ist weitläufig die Bereitstellung
finanzieller Mittel zu verstehen. Anfänglich betrachtete man unter
dem Stichwort Finanzierung nur die Kapitalbeschaffung durch Ausgabe
von Wertpapieren, was sich später um die Kapitalrückzahlung und
Kapitalumschichtung bis hin zur Ausdehnung des Begriffs auf die
umfassende "Versorgung eines Unternehmens mit Kapital", erweiterte.
Investition und Finanzierung gelten als zwei verschiedene Seiten ein
und derselben Münze, da der durch eine finanzwirksame Entscheidung
ausgelöste Beitrag zur Zielerreichung ausschlaggebend ist,
unabhängig davon, ob der Zahlungsstrom als Investition oder
Finanzierung bezeichnet wird.
Neben dieser betriebswirtschaftlichen Sicht, existiert aber auch
eine volkswirtschaftliche Sicht. Werden nämlich die das Kapital
benötigenden Wirtschaftssubjekte (z.B. Unternehmungen) und die
Wirtschaftssubjekte, die Kapital anlegen wollen, gegenübergestellt,
so ist es volkswirtschaftlich von Interesse, dass der Transfer des
Kapitals von den Kapitalgebern bzw. Kapitalanlegern zu den das
Kapital benötigenden Wirtschaftssubjekten mit möglichst geringen
Reibungsverlusten einhergeht. Durch effiziente Finanzierungsformen
kann also ein volkswirtschaftlicher Gewinn erzielt werden.
Als Vermittler zwischen
Kapitalgebern und Kapitalnehmern können z.B. Börsen (direkte
Finanzierung) oder Banken (indirekte Finanzierung) auftreten.
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